In dieser Arbeit wird der Ausdruck von Ereignissen in der deutschsprachigen Ausgabe der Lutherbibel von 2017 basierend auf der Typologie von Leonard Talmy untersucht. Talmy unterscheidet Sprachen danach, wie Bewegung lexikalisiert wird. Dominant dabei sind ‚Manier‘ und ‚Pfad‘, wobei Deutsch als Satelliten-Sprache klassifiziert wird. Pfad wird also außerhalb des Verbs ausgedrückt. Eine detaillierte Analyse von Matthäus Kapitel 26 und 27 zeigt, dass auch im biblischen Kontext das Deutsche Manier vorwiegend in Verbstämmen ausdrückt, während Pfad dominant durch Präpositionen, Partikeln und Präfixe repräsentiert wird. Eine hohe Anzahl an Verbstämmen wie Besitzwechselverben kodieren jedoch sowohl Pfad als auch Manier. Die Ergebnisse unterstützen Talmys Typologie und zeigen, dass die semantische Kodierung von Bewegungsereignissen auch in literarischen und übersetzen Texten erhalten bleibt und keinem allgemeingültigen Konzept entsprechen.
Schlüsselwörter
Bewegungsereignisse; Typologie; Kognitionslinguistik; Bibelübersetzung; Satelliten vs. Verb-Framing
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Quelle: Eigene Ausarbeitung.
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